NCL Breakaway – The Haven, lohnt sich der Aufpreis für eine Suite?

Auf der vergangenen Jungfernfahrt der NCL Breakaway hatten wir uns bei der kurzen Überfahrt von Rotterdam nach Southampton in eine Suite gebucht.
So wollten wir aus erster Hand erfahren, ob sich der Aufpreis für eine Suite und den Haven-Bereich lohnt.

Unsere Kabine war die Aft-Facing-Penthouse-Suite 13302.
-genug Platz für zwei Personen, mit großer Couch, Esstisch, sogar mit zwei Bädern, eines mit Badewanne

Suite
NCL Breakaway, Suite 13302
NCL Breakaway, Suite 13302

Haven Bereich
-im Haven Bereich gibt es ein Restaurant, eine Bar, einen Concierge-Service, einen Poolbereich und ein Sonnendeck, Zugang haben nur Haven-Gäste (außer eben bei unserer Test-Fahrt)

Sicherlich hatten wir mit ein paar Startschwierigkeiten gerechnet, aber irgendwie kam es dann doch zu dick. Oder vielleicht sind wir einfach zu verwöhnt von Celebrity und Co.

Check-In (Rotterdam)

-der Check-In war ziemlich schlecht organisiert, NCL Mitarbeiter waren kaum zu erkennen
-das es Achtern Suiten auf Deck 13 gibt (da wo unsere Suite lag), weiß niemand vom Bodenpersonal, Check-In zieht sich hin

Auf dem Schiff

Haven Restaurant (Mittag)
-wir warten zwanzig Minuten bis wir am „waited to be seated“-Tresen bedient werden, obwohl nur ein Paar vor uns ist

Haven Bereich
-im Haven selbst können wir nicht entspannen, es laufen Hundertschaften von Tagesbesuchern durch die Räumlichkeiten, ebenso sind noch Handwerker vor Ort

Suite
-wir werden nicht auf unsere Suite geführt
-schlecht geschulter Butler: zeigt nicht die Suite und ihre Eigenheiten, so muss man selber erstmal den Safe finden, Butler kann iTV nicht bedienen (so sehen wir peinliche fünf Minuten zu, wie er irgendwo die Abendmenüs sucht), ihm fällt nicht auf, dass wir keinen Sektkühler haben und dann später den Sekt im Eiswürfelbehälter kühlen
-auch wird das Gepäck nicht in die Kabine gebracht, es steht fröhlich vor der Tür
-Metall-Späne, wie man sie von der Drehbank kennt, auf Balkon/Liege
-nasse Auflagen auf Balkon
-Tische und Balkon-Glasscheiben sind schmutzig
-laute Partybässe vom Deck dringen auf Balkon und geschlossene Kabine vor
-keine Seife im zweiten Bad
-es wurde kein Zimmerfrühstück angeboten
-auf der Kabine befindet sich noch ein Schild, dass Tagesbesuchern die Annehmlichkeiten der Suite erläutert, wir sind jedoch zahlender Gäste und wollen uns nicht wie ein Tages-Besucher auf einer Schiffsführung fühlen

Schild
Metallspan

Montagefehler Kabine
-Badarmatur heiß und kalt vertauscht
-Zweitbad: Türschließer auf der Außen- statt Innenseite

Bord-Informationen
-wir erhalten keine Informationen auf unsere Kabine, wie die Ausschiffung am nächsten Morgen organisiert sein wird
-ebenfalls erhalten wir keinerlei Informationen, dass wir einen Onboard-Credit erhalten haben, dies stellte ich dann erst am nächsten Morgen fest, hier könnte ich nur noch Tand im Fotoladen kaufen, andere Reedereien überreichen hierzu eine Karte mit einem Hinweis

Ausschiffung
-für die Ausschiffung steht kein Gepäckservice zur Verfügung, so muss man selbst das Gepäck von Bord buckeln
-wir stehen in der normalen Schlange, während an uns vorbei andere Haven-Gäste von der Congiere-Dame zur Gangway begleitet werden. Hier erleben wir ein weiteres Mal, dass wir abseits des Haven-Bereiches Suite-Gäste zweiter Klasse waren. Ich hätte erwartet, dass uns der Concierge-Service anspricht, wann wir ausschiffen möchten und uns dann zur Gangway begleitet.

Fazit
Der Aufpreis für eine Suite beträgt etwa das dreifache im Vergleich zu einer Balkon-Kabine, dafür erhält man zwar sehr viel Platz in seiner Kabine und einen exklusiven aber eher kleinen Bereich an Bord des Schiffes. Der Service war allerdings nicht so wie wir es erwartet hatten. Ob es nur Startschwierigkeiten waren oder überhöhte Erwartungen unsererseits, das versuche ich gerade mit der Reederei zu klären.
Aus meiner Sicht ist eine normale Balkonkabine meistens völlig ausreichend. Den Aufpreis für eine Suite kann man dagegen lieber in die nächste Reise oder einen besonderen Landausflug investieren.

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